Guido Schwarz
Qualität in Forschung und Beratung verlangt auch qualitative Methoden, denn nur zu oft werden Zahlen mit Wahrheiten verwechselt.
Was macht ein Philosoph beruflich?
Er ist – im Falle von Dr. Guido Schwarz – Unternehmensberater, daneben auch noch Konfliktmanager, Kommunikationstrainer und Coach sowie Lehrbeauftragter an der Ferdinand Porsche Fern-FH.
Was nach einer 80h-Woche mit fixem Einkommen aussieht, entpuppt sich in der Realität jedoch als ziemlich differenziert. Diese berufliche Unplanbarkeit kompensiert der Vespa-Fahrer mit der Restaurierung dieser Oldtimer-Roller, als handwerklichen Ausgleich zur Kopfarbeit mit handfestem Ergebnis: Die Freude, wenn etwas Altes wieder funktioniert, hat einen hohen Entspannungsfaktor und auch einen Wert im Sinne der Nachhaltigkeit.
Darum geht es auch beim Generationenwechsel in Familienbetrieben. Den Profi reizt das dabei oft notwendige Konfliktmanagement. Die Motivation entsteht dabei durch die Erfahrung, dass durch das Scheitern – unnötigerweise – oft gute Unternehmen kaputt gehen.
Bei ifub ist er von Anfang an mit dabei und schrieb gemeinsam mit Manuela Mätzener drei Bücher:
- Mätzener, Manuela; Schwarz, Guido: Erfolgreiche Betriebsübergabe in Familienunternehmen. Emotionen - Konflikte - Perspektiven. Wien: Linde Verlag 2008.
- Mätzener, Manuela; Schwarz, Guido: Wer ist hier der Boss? Der Mann. Die Frau. Und ihr gemeinsames Unternehmen. Wien: Verlag Guido Schwarz 2014.
- Mätzener, Manuela; Schatzl, Iris; Guido Schwarz: Endlich bleiben mir die Leut’! Das (etwas andere) Praxishandbuch für Hotellerie und Gastronomie. Linz: Trauner-Verlag 2026.
Geboren am 28.10.1966 in Wien.
- Studium der Philosophie in Wien – Dissertation zu Qualitativer Motivforschung (1997)
- Studium der Gruppendynamik in Klagenfurt
- Lehrbeauftragter der Universitäten Klagenfurt (2001-2008) und Kassel (2009-2012) sowie an der Ferdinand-Porsche-Fern-FH Wien (seit 2010)
- seit 2002 als Unternehmensberater (Schwerpunkt Organisationsentwicklung) tätig
35 Jahre Berufserfahrung (davon 23 als selbstständiger Berater) bedeuten nicht nur eine Vielzahl an Projekten, sondern auch eine enorme Diversität der Tätigkeiten. Begonnen hat alles mit Kommunikationstrainings und der Qualitativen Motivforschung, in der mittels Tiefeninterviews wissenschaftlich genaue Analysen erstellt werden. Wie funktioniert Industrie in Ballungsräumen? Was kann ein Unternehmen im Glückspielbereich gegen Spielsucht tun? Welche Rolle spielt das Design eines Motors für die Kaufentscheidung?
Aus diesen spannenden Projekten entwickelte sich der Beratungsschwerpunkt von Guido Schwarz, der bis heute auf der genauen Analyse von Strukturen und Systemen aufbaut - und auf den daraus entstehenden Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen. „Ohne klare und gut vereinbarte Lösung gehen wir da heute nicht nach Hause“ hört man von ihm ständig.
Die Optimierung interner Strukturen führte (gemeinsam mit Manuela Mätzener) zum heutigen Ansatz für die Betriebsübergabe von Familienunternehmen.
Aus der Beratung entstand das Coaching, aus der Trainertätigkeit die Moderationskompetenz sowie das Angebot an spannenden Vorträgen.
Was jedoch immer als Basis im Hintergrund wirkt, ist die Philosophie mit ihren Methoden wie Dialektik, Hermeneutik, vor allem aber Skepsis und Humor als Grundlage der Widerspruchsbewältigung.
Guido Schwarz gehört zu den wenigen Menschen, die akademische Tiefe mit handfester Praxis verbinden können.
